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Mariendistel

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist in Südeuropa, Asien und Nordafrika heimisch. Sie wächst bevorzugt an trockenen Plätzen an Wegrändern oder auf Schotterflächen. In Mitteleuropa findet man die ein- oder zweijährige, bis zu 1,50 Meter hohe Pflanze oft auch in Haus- und Bauerngärten.

Der Legende nach soll die Milch der Jungfrau Maria beim Stillen auf die Blätter der Pflanze getropft sein, wodurch sie ihre auffällige, grünweiß gesprenkelte Blattzeichnung bekam. Die bizarren Blätter sind stark gezackt und stachelig. Zwischen Juli und August bilden sich an dem aufrecht wachsenden Stängel purpurrote, kugelförmige Blüten. Aus den Blüten entwickeln sich dann die Früchte mit den Samen, die für Tee-Zubereitungen, Öle, Tabletten und Kapseln verwendet werden.

Schon seit der Antike ist die Mariendistel als Heilpflanze bekannt. Hildegard von Bingen empfahl die Mariendistel bereits gegen Vergiftungen und Gelbsucht, aber erst 19. Jahrhundert wurde ihre positive Wirkung insbesondere bei Leberleiden nachgewiesen. Ihr Wirkstoff Silymarin soll in ausreichender Konzentration eine schützende Schicht um die Leberzellen legen und sie so vor dem Eindringen von Giftsstoffen schützen. Mariendistel-Präparate werden daher häufig auch zur Regeneration, Stärkung und Entgiftung der Leber verschrieben.